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Mittwoch, 7. September 2016

Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals, 11. September 2016


Sonderausstellung im Ehrenhain Zeithain von 10-16 Uhr

Foto: Uta Knebel







Zum Tag des offenen Denkmals lädt die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain zum Besuch der Sonderausstellung „ ‚Russenlager‘ und Zwangsarbeit“ ein. Künstlerische Portraitfotografien stellen die Schicksale ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener dar.

Mittwoch, 26. Februar 2014

Gedenken an die Geschwister Scholl

Mitglieder der Stadtratsfraktion Joachim Fröhlich, Sonja György, Werner Scholtz, Volker Thomas und Uta Knebel sowie unser Freund und Unterstützer Tibor György

Am 22. Februar trafen sich Vertreter des Stadtrates an der Geschwister-Scholl-Straße zum Gedenken an den Todestag der Geschwister Sophie und Hans Scholl. Eingeladen hatte der Bürgermeister Herr Lindner. Gemeinsamen gedachten die Versammelten der Ermordung der Geschwister Scholl.

Sophie und Hans Scholl wurden am 22.02.1943 hingerichtet, d.h vor 71 Jahren.

Die Ehrung der Geschwister Scholl ist für uns als Riesaer LINKE keine "Eintagsfliege" sondern lebendige Tradition, die wir auch  angesichts rechter Erscheinungen in unserer Stadt gern nicht nur mit gedenkenden Worten sondern auch  Taten untersetzen. Einen gut (nahezu perfekt) dokumentierten Einsatz finden unsere Leser hier.  

"Aktion gelungen - Weiße Rosen können blühen"

Uta Knebel

Donnerstag, 16. Mai 2013

Ein Bild voller Emotionen und Mahnung

Bild: Uta Knebel
Diese beiden Kriegsveteranen lagen sich im Zweiten Weltkrieg in den "Schützengräben" gegenüber. Am 23. April 2013 stützen sie sich gegenseitig, um Blumen für ihre gefallenen Kameraden niederzulegen. 

Freitag, 8. März 2013

Internationaler Frauentag



Liebe Genossinnen,

liebe Frauen und Mädchen,



der heutige 8.März, der Internationale Frauentag, hat in Clara Zetkin eine herausragende Vorkämpferin. Sie war es, die bereits vor über 100 Jahren an vorderster Front für Frauenrechte eintrat und forderte:


 „Die Emanzipation der Frau wie die des ganzen Menschengeschlechtes wird ausschließlich das Werk der Emanzipation der Arbeit vom Kapital sein. Nur in der sozialistischen Gesellschaft werden die Frauen wie die Arbeiter in den Vollbesitz ihrer Rechte gelangen.“(1)


Diese Emanzipation hat sich auch im 21. Jahrhundert noch nicht erfüllt. Ausbeutung, Diskriminierung, Diffamierung sind nach wie vor an der Tagesordnung. Auch in Deutschland.  Fast täglich werden wir konfrontiert mit Hass und Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen.


Es bedarf sicher noch viele Jahre kämpferischer Aktivitäten bis wir das Vermächtnis Clara Zetkins erfüllen.


Wir, die Genossen der LINKEN.Riesa, stehen Euch dabei stets zur Seite und werden euch in eurem gerechten Kampf unterstützen.


Gleichzeitig danken wir Euch für den aktiven Beitrag, den hohen persönlichen Einsatz, Mut und auch Ausdauer. Befreien wir uns im Sinne von Clara der Fesseln!



 (1) (Zusammenfassung des Zetkin-Beitrags auf dem Internationalen Sozialistenkongress 1889 (Protokoll des Internationalen Arbeiter-Congresses zu Paris. Abgehalten vom 14. bis 20. Juli 1889, Nürnberg 1890, S. 80–85. Clara Zetkin, Ausgewählte Reden und Schriften, Bd.I, Berlin 1957, S. 3–11.) Auf marxists.org.)

Freitag, 11. Mai 2012

Gedanken der Riesaer LINKEN anlässlich ihrer Ehrung am 8.5. am sowjetischen Ehrenmal am Poppitzer Platz

  ... auch nach 67 Jahren stehen wir hier 

„Am 08. Mai 1945 tritt um 23.01 Uhr die deutsche Gesamtkapitulation in Kraft. Am Tag zuvor hatte der Chef des Wehrmachtsführungsstabes , Generaloberst Jodl, im Hauptquartier der US- amerikanischen Streitkräfte im französischen Reims die bedingungslose Kapitulation Deutschlands unterzeichnet. Stalin bestand jedoch auf eine Ratifizierung im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst. Am 09. Mai 1945 unterschrieben um 06.15 Uhr Generalfeldmarschall Keitel als Oberkommandeur der Wehrmacht und Oberbefehlshaber von Marine und Luftwaffe die auf den 8. Mai datierte Urkunde. Dieser Tag gilt heute in Europa als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. In Russland wird der 9. Mai als Tag des Sieges gefeiert.”

Einige von 34.000 Einwohnern Riesas
legten Blumen nieder.
Soweit der gesamte Artikel der Sächsischen Zeitung auf Seite 2 zum “Tag der Befreiung” des deutschen Volkes und der Völker Europas vom Hitlerfaschismus. Mehr hat die führende Presse Sachsens nicht zu sagen. Aber auch in anderen Publikationen und Medien ist die Reflektion auf diesen Tag nicht wesentlich anders. Aber es bedarf der Erinnerung, es muss gedacht werden den millionenfachen Opfern des unsäglichen braunen Terrors, den heldenhaft kämpfenden Soldaten und Offizieren der ruhmreichen Sowjetarmee und der Alliierten Truppen. Ihre Opfer mahnen uns und dürfen nicht vergessen werden.

Wie sollten wir auch. Neofaschismus, Rechtspopulismus und Rassismus sind heute wieder weit in Deutschland und Europa verbreitet. Die Vertreter dieser Politik sitzen in den Landes- und Kommunalparlamenten und haben europaweit Stimmenzuwächse, wie wir erst kürzlich in Frankreich bei der Präsidentschaftswahl und auch Griechenland erleben konnten. Wir, Die Linke, haben uns im Programm dazu verpflichtet aktiv gegen Neofaschismus, Rechtspopulismus, Rassismus, Antiziganismus, Islamfeindlichkeit, Homophobie und anderen Formen der Menschenfeindlichkeit entgegen zu treten. Noch sehr gut in Erinnerung sind uns auch die Greueltaten der Zwickauer Zelle. Ohnmacht und Blindheit staatlicher Strukturen ausnutzend konnten zahlreiche Morde quer durch Deutschland erfolgen ohne die Schuldigen zu fassen. Aufklärungsversuche in den Ländern und im Bund durch Untersuchungsausschüsse sollen Licht in das Dunkel bringen, Verbote der NPD werden von Politikern halbherzig gefordert. Aber: in der tagtäglichen Politik und im Umgang mit der NPD und anderen Formen der Zusammenschlüsse Rechtsgerichteter fehlt es an Willen, Strategie und nicht zuletzt wie immer am Geld.
Auch werden diejenigen in ihrem Kampf behindert, die friedlich, durch Blockaden, sich den Ewiggestrigen in den Weg stellen und sie werden von Polizei und Justiz verfolgt und verurteilt. Ich erinnere hier nur an die Aufhebung der Immunität des Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion im sächsischen Landtag, Andre Hahn. Ich frage Euch: Kann das der richtige Weg sein? Mit Sicherheit nicht. Aber es zeigt auch, dass wir unsere Anstrengungen im Kampf gegen Rechts weiter forcieren müssen und nicht nachlassen dürfen.

DIE LINKE Riesa
brachte dieses Blumengebinde.
Erste Erfolge gibt es, die uns in der Arbeit bestärken, wie die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Dresden zur Extremismusklausel der CDU- Familienministerin Schröder. Michael Leutert, Sprecher der Landesgruppe Sachsen der Linken im Bundestag führte dazu u.a. aus: “CDU-Familienministerin Schröder hat mit der Einführung der Extremismusklausel ausgerechnet diejenigen unter Generalverdacht gestellt, die sich gegen rechte Gewalt und für eine demokratische Gesellschaft engagieren. In dem das Gericht gerade die Sätze der Erklärung für rechtswidrig erklärt hat, in denen die Projekte mit schwammigen Formulierungen in Haftung für ihre Partner genommen wurden, ist deutlich geworden, wie willkürlich die Bewilligung von Fördergeldern gehandhabt werden konnte. ... Frau Ministerin Schröder sollte das Urteil als Aufforderung verstehen, endlich die Kriminalisierung antifaschistischen Engagements zu beenden." 

Der 8. bzw. 9. Mai ist für mich persönlich, und sicher für viele Gleichgesinnte auch mit anderen Erinnerungen verbunden. Hier auf diesem Friedhof steht die Statue Lenins, dem Begründer der Sowjetunion, dem Verfasser des Dekrets über den Frieden, welches übrigens das erste Dekret des neuen Sowjetstaates war. In den letzten Tagen durch Historiker denunziert und reduziert auf den Begriff des Mörders. Andere wollen diese Statue verkaufen, verscherbeln, verhökern, vielleicht gar einschmelzen? Damit er aus der Erinnerung der Menschen verschwindet, wie so vieles, aus der Geschichte der letzten 67 Jahre. Aber auch nach 67 Jahren stehen wir hier, bewahren die Erinnerungen und Traditionen und verneigen uns im stillen Gedenken. 

Text: Heiko Isopp

Fotos: Uta Knebel

Donnerstag, 26. April 2012

Position des Ortsvorstandes zur " Lenin " Debatte in Riesa

Wir sind für einen aufgeklärten Umgang mit Geschichte. Einen Umgang in der nötigen Sachlichkeit, ohne Häme und Herabwürdigungen bzw. der Verwendung von Schmähbegriffen, wie „ Russenfriedhof“.

Weniger ängstlich: Die (linke) Jugend in Österreich
(Quelle: KJÖ auf facebook)
Zwanzig Jahre lang steht eine Bronzefigur des Führers der Bolschewiki, Lenin, neben einem Ehrenfriedhof mit Gräbern sowjetischer Militärangehöriger. Ihm gegenüber ist das Denkmal für die Opfer des Faschismus platziert.

Nur wenige Menschen finden aus offiziellen Anlässen Zugang, zu diesem eigenartig gemischten Denkmalsplatz einer untergegangenen Epoche. Schon eher sind es zufällige Spaziergänger, teilweise mit ihren Hunden, die vor den Denk-Malen kurz verharren. Ihnen erschließt sich sicher nicht sofort der Inhalt aller drei Monumente des 20.Jahrhunderts.

Jetzt findet zu dem Denkmal von Lenin – dem Verfasser des „Dekrets über den Frieden“, das letztendlich zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk 1918 führte und den Ersten Weltkrieg für Sowjetrussland beendete – eine medial angestoßene öffentliche Debatte statt. Wird sie wirklich dazu beitragen unser Geschichtsbild über den sowjetischen Staatsmann klarer zu zeichnen? Oder findet eine einseitige Einordnung Lenins als Verantwortlichen für den „roten Terror“ statt?

Es gibt sicher wenige Orte in Deutschland, an denen man so gebündelt zu gravierenden Ereignissen der europäischen Geschichte Informationen zur Aufklärung über diese Geschehnisse vermitteln kann.

Es ist wünschenswert, dass die Stadt Riesa diese Chance erkennt und handelt. Wir sind bereit uns dabei einzubringen.

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