Donnerstag, 1. September 2016

Weltfriedenstag in Riesa

Eine schöne Aktion


Foto: Uta Knebel
Die Ballons bringen auch Großen großen Spaß -
in dem Fall Joachim Fröhlich und Volker Thomas
Zum Weltfriedenstag kamen wir auf eine sehr schöne Art mit den Menschen in Riesa ins Gespräch. Blaue Luftballons mit weißen Tauben, Friedenstauben, haben uns dabei sehr geholfen. Kaum wurden diese durch Heiko Isopp, Joachim Fröhlich, Volker Thomas und Jens Zoppa mit Gas gefüllt, waren die Ballons auch schon heiß begehrt. Kinder kamen hoffnungsvoll zu uns und gingen glücklich strahlend mit einem schwebenden Freund davon. wir konnten kurz mit den Eltern ein paar Worte wechseln. Diese waren nicht selten erstaunt, wenn wir ihnen mitteilten, dass heute der Weltfriedenstag ist und wir daran erinnern wollen.
"Weltfriedenstag - noch nicht gehört." kam nicht selten zur Antwort. Aber gut, dass ihr für den Frieden eintretet. Den brauchen nicht nur die Kinder dieser Welt. eine Mutti meinte sogar, sie weiß um die besondere Bedeutung des Friedens. "Meine Tochter heißt übrigens Frieda." Lächelnd schob sie dann ihren Kinderwagen mit blauem Ballon und Friedenstaube weiter. Die größere Schwester von Frieda ging stolz mit ihrem Luftballon an ihrer Seite. Ein Bild, dass uns ans Herz ging. Ein solcher Nachmittag macht Spaß und gibt Hoffnung. 


Jens Zoppa mit Stefan Ehly im Gespräch
Vielen Dank! 

Uta Knebel

Freitag, 29. Juli 2016

Eine Meinung zum Interview mit dem OB Marco Müller in der Sächsischen Zeitung

"Liebe Frau Veltzke,
Foto: Ehrendes und mahnendes Gedenken der Opfer des
Zweiten Weltkrieges -Uta Knebel 

anbei einer Erklärung meinerseits zu den Äußerungen von Herrn Müller.

Ich beziehe mich ausschließlich auf die Ereignisse der letzten Wochen.
Die Ereignisse der vergangenen Woche zeigen auf, dass wir die verabscheuungswürdigen Gewalttaten rechtsstaatlich ahnden und die Ursachen gesellschaftlich bekämpfen müssen. Die Mittel dazu sind vorhanden. 
Einen undifferenzierten "Glaubenskrieg" vom Zaun zu brechen, ist ein weiterer Weg zur Konfrontation und dient nicht der Lösung der Konflikte, die viele Ursachen haben. Das "Geschäft mit der Angst" muss aufhören. 
Wir und auch Herr Müller müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Täter überwiegend Bürger des Landes waren, in dem sie ihre unmenschlichen Angriffe vollzogen. Sie kamen also nicht selten aus der Mitte unserer europäischen Gemeinschaft. Hier haben sie über viele Jahre gelebt, gelernt und gearbeitet.
Es ist vor diesem Hintergrund zu einfach und nicht zielführend, geschlossene Landesgrenzen zu verlangen, um diese Taten zu unterbinden.
Wir müssen uns die Frage stellen, was im Miteinander der Menschen und Kulturen in Europa seit vielen Jahren falsch gelaufen ist? Was müssen wir im Miteinander anders machen? Was bringt Menschen aus unserer vermeintlichen Mitte dazu, sich zu radikalisieren? Radikalisieren sie sich, weil sie sich bereits "ausgegrenzt" fühlen?
Und diese Fragen werden uns durch die notwendige Integration vieler Flüchtlinge in den letzten Monaten um so deutlicher vor Augen geführt und bedürfen endlich Antworten. Wir sollten uns auch endlich von dem Gedanken lösen, dass wir nur die Gebenden sind. 

Antworten auf die aktuelle Krise können nur im Zusammenhang von weltweiter Wirtschaftsentwicklung, Globalisierung und der Einhaltung der Grundrechte aller Menschen gefunden werden. Fehler der Geschichte dürfen nicht wiederholt werden. Kein Glaube und keine Nation hat das "Herrenrecht" über Dritte. Aktuelle Entwicklungen bedürfen aktueller Antworten und zwar auf allen Ebenen unserer Gesellschaft. Diese Antworten können nur im solidarischen Miteinander und nicht unter dem Primat des Kapitals gefunden werden. Fremdenhass und Ausgrenzung sind dabei die falschen Ansätze. Wer dieses Gedankengut fördert, spielt mit dem Feuer.

Uta Knebel"


Donnerstag, 30. Juni 2016

Das kann kein aufrechter Mitbürger tolerieren!

Gestern sah sich die rechtsextremistische NPD veranlasst, in unserer Stadt eine Kundgebung unter dem Slogan "Asyl-Wahnsinn und Kriminalitätsimport stoppen " durchzuführen. Nicht zum ersten Mal versuchen sie damit, eine vor 2 Wochen begangene Straftat durch einen 18 jährigen Asylbewerber für ihre politischen Zwecke zu missbrauchen. Eine vergiftetes Klima zwischen Deutschen und Asylsuchenden ist ihren politischen Zielen dienlich. Ihre Rethorik, ihre Wortwahl entlarvt ein Menschenbild, dass den Werten des Humanismus widerspricht. Eine Straftat ist in jeder Kultur, jedem Land und jeder Religion ein Verbrechen, das geahndet werden muss. Deshalb hat unser Ortsverband die Position des Riesaer Appell 2.0 " Keine Toleranz für Kriminelle - egal welcher Nationalität! Solidarität mit den Opfern - egal welcher Nationalität!" unterstützt und an der Verteilung des Positionspapieres mitgewirkt. Der gestrige Tag hat und einmal mehr gezeigt, es müssen nicht immer große Aktionen sein. Wichtig ist, dass die NPD nicht unwidersprochen ihren Hass abladen darf. Wenn  unsere Stadtspitzen der Diskriminierung von über 500 Einwohnern in Riesa als importierte Kriminelle nicht widersprechen, dann ist die demokratische Öffentlichkeit gefragt. Wir werden uns auch künftig für ein friedliches Zusammenleben in unserer Stadt einsetzen, die als Markenzeichen auch die Prädikate WELTOFFEN UND TOLERANT verdient.

Beitrag auf Riesaer Appell 2.0
Beitrag in der Sächsischen Zeitung vom 30.06.2016

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