Samstag, 18. Oktober 2014
Freitag, 17. Oktober 2014
Stadtrat
Jetzt geht es richtig los!
In der Sitzung des Stadtrates am 15. Oktober 2014 erfolgte durch den
ältesten Stadtrat Manfred Kuge (SPD) die Vereidigung des neu gewählten Oberbürgermeisters
für die Große Kreisstadt Riesa Marko Müller (CDU). Im Anschluss erhielt er
Glückwünsche und Blumen von der Stadtverwaltung und allen Fraktionen des Stadtrates
und einen Drücker von unserer Fraktionsvorsitzenden.

In seiner Antrittsrede mit Amtskette brachte er den starken Willen zum Ausdruck, für die Stadt und ihre Bürger seine ganze Kraft einzusetzen. Er wies aber auch darauf hin, dass es schwer sein wird, alle Vorstellungen aus dem Wahlkampf realisieren zu können. Wahlkampf ist eben Wahlkampf und Realität ist Realität.
Für die Realisierung seiner Ziele warb er um eine gute Zusammenarbeit
mit Stadtrat und Stadtverwaltung. Unsere Fraktion steht dafür zur Verfügung.
Wenn Oberbürgermeister und Stadtrat für das Wohl der Bürger unserer Stadt angetreten
sind, kann das nur im Rahmen einer guten Zusammenarbeit erfolgen.
Unsere Fraktion, als deren Vorsitzende Uta Knebel gewählt wurde, sitzt dafür in den Startlöchern.
In den Ausschüssen des Stadtrates ist sie mit
-
Uta Knebel und Claus Müller im Verwaltungs- und Finanzausschuss
- Sonja György und Barbara Richter im Ausschuss für Kultur, Schulen und Soziales
- Volker Thomas und Christian Nowotny im Bauausschuss
Weitere Tagesordnungspunkte der Stadtratssitzung waren u. a:
Die Ablösung der Ausgleichsbeträge im Sanierungsgebiet „Stadtkern I“ Riesa
Per Gesetz haben Eigentümer von Grundstücken im Sanierungsgebiet zur
Finanzierung der Sanierung an die Stadt einen Ausgleichsbetrag an Geld zu
entrichten, der dem durch die Sanierung erhöhten Bodenwert entspricht.
Eine Erhebung des Ausgleichsbetrages mittels Ablösevereinbarung ist möglich, wenn diese vor Abschluss der Sanierung erfolgt.
Dabei kann dem Grundstückeigentümer ein Verfahrensnachlass von bis zu 20 Prozent gewährt werden. Trotz prekärer Haushaltlage der Stadt hat der Stadtrat auch mit unseren Stimmen beschlossen, zur Entastung der Grundstückbesitzer der vollen Höhe des Verfahrensnachlasses zuzustimmen, kann doch der Ausgleichsbetrag in diesem Falle zur Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen im eigenen Sanierungsgebiet zum Einsatz kommen.
Bestätigung der Jahresabschlüsse 2013 der städtischen Gesellschaften
und Entlastung der Aufsichtsräte und der Geschäftsführer
- Bei der Bestätigung des Jahresabschlusses 2013 und der Entlastung der Aufsichtsräte und des Geschäftsführers der Wohngesellschaft Riesa mbH musste sich unsere Fraktion der Stimme enthalten, da es Diskrepanzen zwischen dem im Jahresabschluss präsentierten Zahlenwerk und den Aussagen des Geschäftsführers hierzu gab. Wir fordern Transparenz!
- Die Stadtwerke Riesa GmbH konnte einen sehr guten Jahresabschluss 2013 vorlegen und weist einen Gewinn von ca. 2,6 Mio. Euro aus. Einer Bestätigung und der Entlastung von Aufsichtsrat und Geschäftsführer stand nichts im Wege.
Der Beschlussantrag der Fraktion Freie Wähler/Bürgerbewegung Riesa, die Hälfte des Gewinnes der Stadtwerke Riesa GmbH auszuschütten und zur Finanzierung von Investitionen in der Stadt einzusetzen, konnte in unsere Fraktion keine Zustimmung finden.
Brauchen wir doch gerade in Zeiten der miserablen Energiepolitik unserer Bundesregierung ein stabiles städtisches Energieversorgungsunternehmen. Der Beschlussantrag wäre hier zu kurz gedacht. Vielmehr werden wir uns dafür einsetzen, bei sich fortsetzender positiver Gewinnentwicklung zu prüfen, ob dieses Betriebsergebnis sich positiv auf die Energiepreise für die Bürger unserer Stadt auswirken kann.
Für die Besetzung der Aufsichtsräte beschloss der Stadtrat das
Benennungsverfahren anzuwenden.
Von unserer Fraktion wurden in den Aufsichtsrat -
der Wohngesellschaft Riesa mbH Uta Knebel
- der Förder- und Verwaltungsgesellschaft für Wirtschaft, Kultur und Sport Riesa mbH die Nachfolgekandidatin Beate Seifert
- der Stadtwerke Riesa GmbH Claus Müller
- der Pflege- und Betreuungszentrum Riesa gGmbH Sonja György
Bestätigung des Jahresabschlusses 2013 der Großen Kreisstadt Riesa
Die Verwaltung legt einen qualitativ hochwertigen Jahresabschluss 2013
vor (das Ergebnis neuer Leistungsträger in der Stadtverwaltung?), der aber
nicht über die kritische Finanzlage der Stadt hinwegtäuscht.
Das wurde auch durch die Leiterin des Rechnungsprüfungsamtes in ihrem Schlussbericht zum Ausdruck
gebracht, welcher die volle Zustimmung des Stadtrates fand.Die Große Kreisstadt Riesa ist übrigens die erste Kommune im Freistaat Sachsen, welche den Jahresabschluss 2013 vorlegen und bestätigen lassen konnte. Glückwunsch!
Wahlkampf
Wahlrückblick
Unsere Kandidatin Uta Knebel hatte sich das
große Ziel gestellt, über ein Direktmandat in den Landtag einzuziehen oder mit
der Wahl als Oberbürgermeisterin (lieber Letzteres) für Riesa einen Neuanfang
zu starten.
Die Wahlbeteiligung mit
49,2 Prozent im Land
Mit 18,9 Prozent (2009: 20,6
Prozent) der Wählerstimmen besetzt unsere Partei 27 Sitze zu bisher 29
Sitzen im um 6 Sitze kleineren Landtag. Sie ist in jedem Fall wieder
stärkste Oppositionspartei im Sächsischen Landtag.
51,9 Prozent im Landkreis
49,5 Prozent im Wahlkreis 37 und
47,9 Prozent (47,7 Prozent OB-Wahl) in Riesa
ist sehr bedenklich. Die Hälfe der wahlberechtigten Sachsen findet nicht
zur Wahlurne.
Bei der OB-Wahl musste Uta Knebel
mit 42,9 Prozent zu 57.1 Prozent dem CDU-Kandidaten Marco
Müller den Vorrang geben. Im Wahljahr 2010 waren es, die anderen Kandidaten
unberücksichtigt, 28,3 Prozent zu 56,4 Prozent gegenüber Gerti Töpfer.
Bei der Direktkandidatur für den
Landtag erreichte Uta 26,1 Prozent gegenüber dem CDU-Kandidaten Geert
Mackenroth mit 39,0 Prozent.
Von allen 60 Direktkandidaten der
LINKEN Sachsens erreichte Uta mit 30,2 Prozent in Riesa aber 26,1
Prozent im Wahlkreis 37 das sechstbeste(!)Ergebnis und von den 4
linken Kandidaten im Landkreis das beste Ergebnis. Das
ist eine sehr beachtliche Leistung.
Für dieses Ergebnis im Wahljahr 2914
möchten wir Uta Knebel Dank und Anerkennung aussprechen und natürlich unseren
ganz herzlichen Glückwünsch.
allen Wählerinnen und Wählern,
In Auswertung der Wahlen stellen sich aber wieder einmal die Fragen:
allen Genossinnen und Genossen,
allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern und
allen Sympathisanten
für ihr großes Engagement!
- Warum ist hauptsächlich unsere Partei Anlaufpunkt der Bürger für Probleme des breiten Spektrums der sozialen Gerechtigkeit?
- Und wo findet das beim Urnengang unserer Bürger seinen Niederschlag?
Also bleibt es weiterhin unsere
Aufgabe, unsere politischen Kontrahenten beim Eintritt für ein friedliches (und
friedliebendes!), sozial gerechtes und wirtschaftsstarkes (nicht nur
außenwirtschaftlich) Deutschland vor uns her zu treiben. Aber auch stets darauf
zu verweisen, wer der ursächliche Verfechter sozialer Errungenschaften war.
Wer über diese Zeilen lächelt oder deren Realität nicht erkennt, dem sei nur ein Beispiel
genannt: Mindestlohn.
Bereits in den 90er Jahren, als noch nicht einmal alle Gewerkschaften des DGB diese Notwendigkeit erkannten, forderte unsere Partei die bundesweite Einführung eines Mindestlohnes und wurde dabei belächelt und verpönt. Heute feiert es die Regierung der Großen Koalition einschließlich der GRÜNEN als ihren Erfolg, dass ab 2015 die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (allerdings wieder mit Ausnahmen - was uns sehr ärgert) mindestens 8,50 Euro als Lohn für ihre harte Arbeit erhalten.
Bereits in den 90er Jahren, als noch nicht einmal alle Gewerkschaften des DGB diese Notwendigkeit erkannten, forderte unsere Partei die bundesweite Einführung eines Mindestlohnes und wurde dabei belächelt und verpönt. Heute feiert es die Regierung der Großen Koalition einschließlich der GRÜNEN als ihren Erfolg, dass ab 2015 die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (allerdings wieder mit Ausnahmen - was uns sehr ärgert) mindestens 8,50 Euro als Lohn für ihre harte Arbeit erhalten.
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