Donnerstag, 30. Juni 2016

Das kann kein aufrechter Mitbürger tolerieren!

Gestern sah sich die rechtsextremistische NPD veranlasst, in unserer Stadt eine Kundgebung unter dem Slogan "Asyl-Wahnsinn und Kriminalitätsimport stoppen " durchzuführen. Nicht zum ersten Mal versuchen sie damit, eine vor 2 Wochen begangene Straftat durch einen 18 jährigen Asylbewerber für ihre politischen Zwecke zu missbrauchen. Eine vergiftetes Klima zwischen Deutschen und Asylsuchenden ist ihren politischen Zielen dienlich. Ihre Rethorik, ihre Wortwahl entlarvt ein Menschenbild, dass den Werten des Humanismus widerspricht. Eine Straftat ist in jeder Kultur, jedem Land und jeder Religion ein Verbrechen, das geahndet werden muss. Deshalb hat unser Ortsverband die Position des Riesaer Appell 2.0 " Keine Toleranz für Kriminelle - egal welcher Nationalität! Solidarität mit den Opfern - egal welcher Nationalität!" unterstützt und an der Verteilung des Positionspapieres mitgewirkt. Der gestrige Tag hat und einmal mehr gezeigt, es müssen nicht immer große Aktionen sein. Wichtig ist, dass die NPD nicht unwidersprochen ihren Hass abladen darf. Wenn  unsere Stadtspitzen der Diskriminierung von über 500 Einwohnern in Riesa als importierte Kriminelle nicht widersprechen, dann ist die demokratische Öffentlichkeit gefragt. Wir werden uns auch künftig für ein friedliches Zusammenleben in unserer Stadt einsetzen, die als Markenzeichen auch die Prädikate WELTOFFEN UND TOLERANT verdient.

Beitrag auf Riesaer Appell 2.0
Beitrag in der Sächsischen Zeitung vom 30.06.2016

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