Am 30. Mai fand in der Aula des Werner-Heisenberg-Gymnasiums Riesa eine Informationsveranstaltung Fairwohnen statt. Mehr als 30 interessierte Bürger waren gekommen. Zum Sachverhalt sprachen Heidrun Bluhm und Barbara Höll, beide Bundestagsabgeordnete der Linken.
Im Besitz des Bundes ist die Treuhandliegenschaftgesellschaft (TLG) Wohnen GmbH, mit 11.500 Wohnungen aus DDR-Vermögen, darunter auch etwa 150 Wohnungen in Riesa, vor allem in Riesa-Gröba. Der Bund will sie verkaufen. Die Zulassung zum Bieterverfahren obliegt dem Bundesfinanzministerium. Potenzielle Bieter sind börsennotierte Unternehmen. Die wollen Rendite machen. Es droht der Verkauf an Immobilienfonds und Finanzinvestoren, an „Heuschrecken.“ Kommunen können die Wohnungen aus ihrem Territorium nicht kaufen, weil sie nur alle 11.500 insgesamt verkauft werden.
Die Linke wollte im Bundestag diesen Verkauf stoppen. Es gab dafür keine Mehrheit.
Es gibt einen anderen Weg, der den Interessen der Mieter entspricht. Die Linke gründete im April 2012 die Treuhandliegenschaftsgenossenschaft „Fairwohnen“ e.G. Die möchte zum Bieterverfahren zugelassen werden und diese Wohnungen erwerben, um den Mietern langfristig bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Dazu aber ist es erforderlich, dass die TLG „Fairwohnen“ mindestens 1000 Mitglieder hat. Am 30.Mai waren es 350. Heidrun Blum und Barbara Höll reisen im Juni in alle 42 ostdeutsche Städte, um über das Anliegen zu informieren und Mitglieder zu gewinnen. Zu zahlen ist ein Eintrittsgeld von 105.00 € und 10 Geschäftsanteile `a 51.13 €. Je mehr Bewohnerinnen und Bewohner sich an der Genossenschaft aktiv beteiligen und dies auch öffentlich wird, um so realistischer ist die Chance auf den Erwerb.
Ein mutiger Schritt statt zu resignieren, eben linke Politik zum Anfassen im Interesse der Bürger. Viele Fragen der Bürger wurden im Heisenberggymnasium sachkundig beantwortet. Immobiliensachverständige, Juristen und Wirtschaftsprüfer stehen der Genossenschaft zur Seite. Es ist zu wünschen, dass auch Riesaer Bürger sich in die Genossenschaft einbringen.
Lutz Meuche
Riesa von links
Denken, fragen und machen für Riesa
Montag, 4. Juni 2012
Mittwoch, 30. Mai 2012
Ortsteile auf Augenhöhe mit der Stadt?
Wir wissen, dass es gehen kann
Stadtratsfraktion DIE LINKE
im Stadtrat der Großen Kreisstadt Riesa
Am Dienstag, den 29.05.2012 fand ein Gespräch zwischen Kommunalvertretern der beiden Städte Strehla und Riesa statt.
Für Gemeindezusammenschlüsse kann es verschiedene Wege geben. Man kann einen Zusammenschluss per Gesetz durchführen müssen. Gemeinden können aber auch auf der Basis der Erfahrungen und in Voraussicht möglicher Entwicklungen gemeinsame Wege suchen und finden.
Wenn die Gemeinden frei von Zwängen in Gespräche gehen, können sie sich als Partner gegenüber treten. Wenn kein "Muss" sondern ein "Können und Wollen" die Gespräche begründet, befinden sich die Partner auf gleicher Augenhöhe.
Stellt sich die Frage: Wie sieht es mit den bereits eingemeindeten Ortsteilen aus? In diesem Sinne sind wir in unserem Vorhaben, die Ortsteile in unsere Arbeit mehr einzubinden, bestärkt worden.
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| Auch Riesa: Cancan in Gostewitz
zum Kunst- und Handwerkermarkt 2012
Motto: Vive la France!
Foto: R. Heinrich
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Formal sind viele Ortsteile von Riesa nicht wegzudenken, emotional sieht es da bei den Bewohnern der Ortsteile zum Teil etwas anders aus. Oftmals fühlen sie sich "machtlos" und "ausgeliefert". Diese Wahrnehmung könnte durch eigene Handlungsspielraum verblassen. Die gesetzlichen Regelungen sehen derzeit kein eigenes Budgetrecht für die Ortsteile vor. Aber Eigenverantwortung lässt sich stärker wahrnehmen, wenn man finanzielle Mittel zur Umsetzung von Aufgaben zur Verfügung hat.
Hat auch der Gesetzgeber kein Budgetrecht vorgesehen, kann man dennoch den Ortschaftsräten finanzielle Mittel im angemessenen Rahmen zur Verfügung stellen. Die Ortschafträte müssen größeren Handlungsspielraum haben, um in die Entwicklung von Teilbereichen ihrer Ortsteile eingreifen zu können bzw. in einem gewissen Rahmen Handlungsspielraum haben.
Aus diesem Grund werden wir in den nächsten Wochen an die Ortschaftsräte mit Vorschlägen herantreten bzw. laden wir sie auf diesem Weg ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen, wie und in welchem Rahmen diesbezügliche Planungen in den Haushalt der Stadt Riesa eingehen können.
Wenn uns dieses Vorhaben gelingt, wird das sicher auch durch die umliegenden Gemeinden wahrgenommen und wir könnten als potentieller Partner für zukünftige freiwillige Zusammenschlüsse zur Wahl stehen. Die gesamte Region kann durch ein gemeinsames Handeln gewinnen.
Wir freuen uns auf interessante Gespräche.
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DIE LINKE,
Linksfraktion Riesa,
Stadtrat
Donnerstag, 24. Mai 2012
Treffen der Delegierten und Gäste zur Vorbereitung des Bundesparteitages in Göttingen
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| Uta Knebel und Heiko Isopp |
Regionalkonferenz in Schkeuditz
Am 23.05.2012 fand in Schkeuditz die Regionalkonferenz in Vorbereitung des Bundesparteitages in Göttingen statt. Heiko Isopp, der Osrtvorsitzende unserer Partei, und Uta Knebel, Delegierte für den Bundesparteitag, waren für uns vor Ort.
Was wohl keiner recht glauben konnte, der Raum war voll. Die 150 aufgestellten Stühle reichten bei Weitem nicht, um allen Gästen einen Platz anzubieten. Also musst „aufgestuhlt“ werden.
Die Temperaturen von 30 Grad im Schatten waren nichts gegen die zum Teil sehr emotionalen Debatten.
Einig waren sich aber alle Anwesenden, dass wir in einer Krise stecken, die wir als Chance nutzen müssen und wollen.
Einig waren sich auch alle, dass wir keine Partei sein wollen, die Demokratie nach außen proklamiert und nach innen nicht zu lässt.
Einig waren sich auch alle Anwesenden, dass es einen Parteivorstand geben muss, der vereint und ein gemeinsames Wirken entsprechend unserer Ziele ermöglicht.
Einig waren sich auch alle Anwesenden, dass es uns gut tut, so gute Angebote durch die Bewerber zur Auswahl zu haben.
Wer den Auftrag letztendlich als Parteivorsitzende erhält, wird der Parteitag entscheiden.
Liebe Leser, bitte teilt uns mit, welchem Bewerber Ihr Eure Stimmen geben würdet.
Aus unserer Stadt wird Uta Knebel als Delegierte am Parteitag teilnehmen. Eure Meinung ist uns wichtig. Vielen Dank für Eure Meldung.
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DIE LINKE
Infoveranstaltung FAIRWOHNEN
Die Genossenschaft FAIRWOHNEN wird in den nächsten Wochen in vielen Städten und Gemeinden, in denen sich Wohnungen aus dem Bestand der TLG Wohnen GmbH befinden, Infoveranstaltungen durchführen.Der OV Riesa empfiehlt die Informationsveranstaltung FAIRWOHNEN, die für Betroffene und Interessierte der Region zur umfassenden Information genutzt werden sollte:
30.05.2012, 16 Uhr
Aula im Werner-Heisenberg-Gymnasium Riesa
Friedrich-Ebert-Platz 6A
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DIE LINKE,
Einladung,
Wohnen
Freitag, 11. Mai 2012
Gedanken der Riesaer LINKEN anlässlich ihrer Ehrung am 8.5. am sowjetischen Ehrenmal am Poppitzer Platz
... auch nach 67 Jahren stehen wir hier
„Am 08. Mai 1945 tritt um 23.01 Uhr die deutsche Gesamtkapitulation in Kraft. Am Tag zuvor hatte der Chef des Wehrmachtsführungsstabes , Generaloberst Jodl, im Hauptquartier der US- amerikanischen Streitkräfte im französischen Reims die bedingungslose Kapitulation Deutschlands unterzeichnet. Stalin bestand jedoch auf eine Ratifizierung im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst. Am 09. Mai 1945 unterschrieben um 06.15 Uhr Generalfeldmarschall Keitel als Oberkommandeur der Wehrmacht und Oberbefehlshaber von Marine und Luftwaffe die auf den 8. Mai datierte Urkunde. Dieser Tag gilt heute in Europa als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. In Russland wird der 9. Mai als Tag des Sieges gefeiert.”![]() |
| Einige von 34.000 Einwohnern Riesas legten Blumen nieder. |
Wie sollten wir auch. Neofaschismus, Rechtspopulismus und Rassismus sind heute wieder weit in Deutschland und Europa verbreitet. Die Vertreter dieser Politik sitzen in den Landes- und Kommunalparlamenten und haben europaweit Stimmenzuwächse, wie wir erst kürzlich in Frankreich bei der Präsidentschaftswahl und auch Griechenland erleben konnten. Wir, Die Linke, haben uns im Programm dazu verpflichtet aktiv gegen Neofaschismus, Rechtspopulismus, Rassismus, Antiziganismus, Islamfeindlichkeit, Homophobie und anderen Formen der Menschenfeindlichkeit entgegen zu treten. Noch sehr gut in Erinnerung sind uns auch die Greueltaten der Zwickauer Zelle. Ohnmacht und Blindheit staatlicher Strukturen ausnutzend konnten zahlreiche Morde quer durch Deutschland erfolgen ohne die Schuldigen zu fassen. Aufklärungsversuche in den Ländern und im Bund durch Untersuchungsausschüsse sollen Licht in das Dunkel bringen, Verbote der NPD werden von Politikern halbherzig gefordert. Aber: in der tagtäglichen Politik und im Umgang mit der NPD und anderen Formen der Zusammenschlüsse Rechtsgerichteter fehlt es an Willen, Strategie und nicht zuletzt wie immer am Geld.
Auch werden diejenigen in ihrem Kampf behindert, die friedlich, durch Blockaden, sich den Ewiggestrigen in den Weg stellen und sie werden von Polizei und Justiz verfolgt und verurteilt. Ich erinnere hier nur an die Aufhebung der Immunität des Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion im sächsischen Landtag, Andre Hahn. Ich frage Euch: Kann das der richtige Weg sein? Mit Sicherheit nicht. Aber es zeigt auch, dass wir unsere Anstrengungen im Kampf gegen Rechts weiter forcieren müssen und nicht nachlassen dürfen.
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| DIE LINKE Riesa brachte dieses Blumengebinde. |
Der 8. bzw. 9. Mai ist für mich persönlich, und sicher für viele Gleichgesinnte auch mit anderen Erinnerungen verbunden. Hier auf diesem Friedhof steht die Statue Lenins, dem Begründer der Sowjetunion, dem Verfasser des Dekrets über den Frieden, welches übrigens das erste Dekret des neuen Sowjetstaates war. In den letzten Tagen durch Historiker denunziert und reduziert auf den Begriff des Mörders. Andere wollen diese Statue verkaufen, verscherbeln, verhökern, vielleicht gar einschmelzen? Damit er aus der Erinnerung der Menschen verschwindet, wie so vieles, aus der Geschichte der letzten 67 Jahre. Aber auch nach 67 Jahren stehen wir hier, bewahren die Erinnerungen und Traditionen und verneigen uns im stillen Gedenken.
Text: Heiko Isopp
Fotos: Uta Knebel
Donnerstag, 26. April 2012
Position des Ortsvorstandes zur " Lenin " Debatte in Riesa
Wir sind für einen aufgeklärten Umgang mit Geschichte. Einen Umgang in der nötigen
Sachlichkeit, ohne Häme und Herabwürdigungen bzw. der Verwendung von Schmähbegriffen, wie „ Russenfriedhof“.
Zwanzig Jahre lang steht eine Bronzefigur des Führers der Bolschewiki, Lenin, neben einem Ehrenfriedhof mit Gräbern sowjetischer Militärangehöriger. Ihm gegenüber ist das Denkmal für die Opfer des Faschismus platziert.
Nur wenige Menschen finden aus offiziellen Anlässen Zugang, zu diesem eigenartig gemischten Denkmalsplatz einer untergegangenen Epoche. Schon eher sind es zufällige Spaziergänger, teilweise mit ihren Hunden, die vor den Denk-Malen kurz verharren. Ihnen erschließt sich sicher nicht sofort der Inhalt aller drei Monumente des 20.Jahrhunderts.
Jetzt findet zu dem Denkmal von Lenin – dem Verfasser des „Dekrets über den Frieden“, das letztendlich zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk 1918 führte und den Ersten Weltkrieg für Sowjetrussland beendete – eine medial angestoßene öffentliche Debatte statt. Wird sie wirklich dazu beitragen unser Geschichtsbild über den sowjetischen Staatsmann klarer zu zeichnen? Oder findet eine einseitige Einordnung Lenins als Verantwortlichen für den „roten Terror“ statt?
Es gibt sicher wenige Orte in Deutschland, an denen man so gebündelt zu gravierenden Ereignissen der europäischen Geschichte Informationen zur Aufklärung über diese Geschehnisse vermitteln kann.
Es ist wünschenswert, dass die Stadt Riesa diese Chance erkennt und handelt. Wir sind bereit uns dabei einzubringen.
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| Weniger ängstlich: Die (linke) Jugend in Österreich (Quelle: KJÖ auf facebook) |
Nur wenige Menschen finden aus offiziellen Anlässen Zugang, zu diesem eigenartig gemischten Denkmalsplatz einer untergegangenen Epoche. Schon eher sind es zufällige Spaziergänger, teilweise mit ihren Hunden, die vor den Denk-Malen kurz verharren. Ihnen erschließt sich sicher nicht sofort der Inhalt aller drei Monumente des 20.Jahrhunderts.
Jetzt findet zu dem Denkmal von Lenin – dem Verfasser des „Dekrets über den Frieden“, das letztendlich zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk 1918 führte und den Ersten Weltkrieg für Sowjetrussland beendete – eine medial angestoßene öffentliche Debatte statt. Wird sie wirklich dazu beitragen unser Geschichtsbild über den sowjetischen Staatsmann klarer zu zeichnen? Oder findet eine einseitige Einordnung Lenins als Verantwortlichen für den „roten Terror“ statt?
Es gibt sicher wenige Orte in Deutschland, an denen man so gebündelt zu gravierenden Ereignissen der europäischen Geschichte Informationen zur Aufklärung über diese Geschehnisse vermitteln kann.
Es ist wünschenswert, dass die Stadt Riesa diese Chance erkennt und handelt. Wir sind bereit uns dabei einzubringen.
Sonntag, 22. April 2012
Politischer Stammtisch am 1. Mai 2012
Der Ortsverband Riesa führt aus Anlass des 1. Mai in der Zeit von 10.00 - 12.00 Uhr in der Geschäftsstelle einen politischen Stammtisch durch. In lockerer Form wollen wir zu aktuellen Fragen der Zeit diskutieren. Inspirationen wollen wir uns dabei von spezifischen Beiträgen des politischen Kabaretts holen.Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen!
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