Mittwoch, 21. Februar 2018

22.02.2018 - Ein Datum zum Nachdenken



Hans und Sophie Scholl, deren Namen weltweit mit der »Weißen Rose« gleichgesetzt werden, gelten heute als Inbegriff für den Jugend-Widerstand gegen das Hitler-Regime.

Sie verweigerten den Eid auf Hitler, klebten Plakate, verteilten Flugblätter, desertierten, wurden verfolgt und von NS-Gerichten verurteilt. Andere verhalfen Zwangsarbeitern zur Flucht oder deckten jüdische Bürgerinnen und Bürger bzw. versteckten sie in ihren Jugendgruppen.
Am 22. Februar 1943, wurde sie in München vom Volksgerichtshof  unter Vorsitz des aus Berlin angereisten Richters Roland Freisler wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat [und] Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt. Gegen 17 Uhr wurde sie im Strafgefängnis München-Stadelheim unter Aufsicht des Leiters der Vollstreckungsabteilung des Münchner Landgerichts Walter Roemer gemeinsam mit Hans Scholl und dem am 20. Februar festgenommenen Christoph Probst vom Scharfrichter Johann Reichhart mit der Guillotine enthauptet.
Dieser 75. Todestag, dieser jungen  und mutigen Antifaschisten darf nicht in Vergessenheit geraten. Gerade die aktuelle Zeit, in der nationalistisches und völkisches Gedankengut unüberhörbar sind, sollte uns an die mahnenden Worte von Berthold Brecht erinnern. „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“.

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