Donnerstag, 26. April 2012

Position des Ortsvorstandes zur " Lenin " Debatte in Riesa

Wir sind für einen aufgeklärten Umgang mit Geschichte. Einen Umgang in der nötigen Sachlichkeit, ohne Häme und Herabwürdigungen bzw. der Verwendung von Schmähbegriffen, wie „ Russenfriedhof“.

Weniger ängstlich: Die (linke) Jugend in Österreich
(Quelle: KJÖ auf facebook)
Zwanzig Jahre lang steht eine Bronzefigur des Führers der Bolschewiki, Lenin, neben einem Ehrenfriedhof mit Gräbern sowjetischer Militärangehöriger. Ihm gegenüber ist das Denkmal für die Opfer des Faschismus platziert.

Nur wenige Menschen finden aus offiziellen Anlässen Zugang, zu diesem eigenartig gemischten Denkmalsplatz einer untergegangenen Epoche. Schon eher sind es zufällige Spaziergänger, teilweise mit ihren Hunden, die vor den Denk-Malen kurz verharren. Ihnen erschließt sich sicher nicht sofort der Inhalt aller drei Monumente des 20.Jahrhunderts.

Jetzt findet zu dem Denkmal von Lenin – dem Verfasser des „Dekrets über den Frieden“, das letztendlich zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk 1918 führte und den Ersten Weltkrieg für Sowjetrussland beendete – eine medial angestoßene öffentliche Debatte statt. Wird sie wirklich dazu beitragen unser Geschichtsbild über den sowjetischen Staatsmann klarer zu zeichnen? Oder findet eine einseitige Einordnung Lenins als Verantwortlichen für den „roten Terror“ statt?

Es gibt sicher wenige Orte in Deutschland, an denen man so gebündelt zu gravierenden Ereignissen der europäischen Geschichte Informationen zur Aufklärung über diese Geschehnisse vermitteln kann.

Es ist wünschenswert, dass die Stadt Riesa diese Chance erkennt und handelt. Wir sind bereit uns dabei einzubringen.

Kommentare:

  1. Der Verfasser der Artikel zur Person Lenin zeigt hier deutlich, dass er dringend einmal klar und deutlich sein geschichtliches Wissen vertiefen sollte.
    Wenn nun Lenin als "Massenmörder" bezeichnet wird, was ist dann mit der Kirche?
    Im Namen der Kirche wurden "Hexen" verbrannt, wurden Wissenschaftler, welche nicht die Meinung der Kirche vertraten, gefoltert und umgebracht.
    Im Namen der Kirche wurden die Kreuzzüge gemacht, um die "seelig machenden Dogmen" der Kirche zu verbreiten und den Menschen nahezubringen. Wer spricht da von "Massenmord"? Es ließen sich noch viele Beispiele, nicht nur in der Geschichte, aufzählen. Was macht eine christlich demokratische Regierung mit unsern Soldaten? Sie schickt sie in den Krieg.

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  2. Darf man aber als Linke/r an Lenin nicht doch etwas höhere moralische Ansprüche stellen - als an die Kirche oder imperialistische Regierungen?

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