Donnerstag, 30. Januar 2014

Und raus bist du


Sozio-kulturelle Angebote werden in Riesa "beschnitten"



Gestern hat der Stadtrat mehrheitlich beschlossen, dass das Angebot des Kulturwerkes im Kulturhaus Stern nicht aufrechterhalten wird.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres zeichnete sich diese Entwicklung ab.

Notwendig wurden diese Schritte wegen der finanziell unzureichenden Mittel für den freiwilligen Bereich in der Stadt Riesa.

Daraufhin erarbeitete der Vorstand des Vereines ein Konzept. Man wollte die Angebote Stern und offenes Jugendhaus in den angemieteten Räumen des Sterns zusammenführen. Mit viel weniger Finanzen wollte man das Angebot für die Bürger der Stadt "moderat" einschränken aber umfassender erhalten, als es im Offenen Jugendhaus möglich ist.

Ein effizienterer Weg mit mindestens einem Angestellten mehr, als die vorgeschlagene Variante der Verwaltung, sollte Soziokultur in größerem Umfang in Riesa erhalten bleiben. Der Verein hatte also seine Hausaufgaben gemacht und fiel dennoch bei 21 Stimmberechtigte von 28 durch.

Man hätte fast den Eindruck bekommen können, dass dem Verein keine Chance gegeben werden sollte. Die fehlende Abrechnung zum März 2013 für 2012 könnte da gerade recht gekommen sein.

Gerade wir sind stets für korrekte Abrechnungen von Zuschüssen eingetreten. Da waren Stadträte und die Verantwortlichen in der Verwaltung eher "genervt". So wurde zum Beispiel einem auserwählten Verein eine "Nachfrist" von 15 Monaten eingeräumt - ohne Konsequenzen. Hier scheint die Gleichbehandlung der Vereine nicht gegeben zu sein.  

Gespannt dürfen wir nun sein, wie es in dem Bereich der Soziokultur in Riesa weitergeht.

Wir leben in einer "besonderen" Stadt mit "besonderen" Heraus-forderungen. Die Angebot des Kluturwerk e.V. unterstützen uns bei der Bewältigung dieser Herausforderungen. Wer oder was wird diese Lücke ausfüllen?

Auf diesem Weg, Danke an den Vorstand und die Mitstreiter des Kulturwerk e.V. für die geleistete Arbeit in den vergangen Jahren und wieder mehr Glück für die Zukunft.

Uta Knebel

1 Kommentar:


  1. Der Auffassung von Uta Knebel kann ich voll zustimmen. Bei mir selbst drängt sich der Verdacht auf,
    das mit dem Mittel der Sparsamkeit im Stadthaushalt nicht nur ein Exempel statuiert werden soll wegen der fehlenden
    Abrechnung, sondern kulturpolitische Zensur ausgeübt wird. Alternative Angebote, für die das Kulturwerk bekannt war und mit
    voller Überzeugung stand, sollen aus der Stadt verschwinden. "Wir haben ja die Arena!" Dort erlebt der Besucher Veranstaltungen,
    die voll im Trend liegen - Spaß, Unterhaltung ohne Tiefgang! Das wird übrigens auch von der Stadt mit Zuschüssen unterstützt!
    Warum also Sozio-Kultur?!

    Volker Thomas

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