Samstag, 3. November 2012

Gesicht zeigen gegen Nazi-Brandstifter - 3.11.2012 in Riesa

Andreas Graff, Stellvertretender Kreisvorsitzender DIE LINKE, berichtet

Wie viele es waren, die heute ihren Protest gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit der NPD in Riesa erhoben, lässt sich schwer schätzen. Es waren bestimmt um die 200 bis 300 Menschen. Ja alle Altersgruppen waren vertreten. Die Oberbürgermeisterin war mit vielen Stadträten aus allen demokratischen Fraktionen vertreten.

Herzlich aufgenommen wurden von dem Ortverband DIE LINKE die Parteifreunde, darunter auch Kreis-und Stadträte, aus Großenhain, Coswig und Meißen.

Beeindruckend waren die Stimmung und das solidarische Verhalten untereinander. Obwohl man sich nicht kannte, man lächelte sich zu und stimmte ein in das gemeinsame Pfeifkonzert gegen die Hetzredner der NPD. Man reichte warme Getränke und spürte die innere Verbundenheit, sich gegen die Nazis zu verhalten, indem man sich ihnen mit dem Rücken zuwandte. Sie, die Volksverhetzer, so wenig wie sie waren, konnten sich nicht mit noch so vielen aufgedrehten Lautsprechern größer machen als sie sind.

Eindeutig war der Wille: Nein zur menschenfeindlichen NPD. Ja zu Völkerverständigung und dem Menschenrecht Asyl. Nein zum Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Nazismus raus aus den Köpfen. So klein und beschämend wie sie auch mit ihrem Hass auf Demokratie, gesellschaftlichen Fortschritt, Völkerverständigung und Asyl sind. Umso erschreckender und gefährlicher sind ihre Gebärden, ihr Auftreten und ihre Sprache.

Menschenfeindlichkeit und Verbreitung von Hass gegen Fremde sowie fremde Kulturen gefährden das friedliche Zusammenleben und menschliches Leben. Deshalb gilt es überall dort, wo die NPD auf Stimmfang aus ist und ihr Gift verspritzen will, dies mit Zivilcourage zu verhindern.

1 Kommentar:

  1. Die Kraft der Gemeinsamkeit

    Aus ganz unterschiedlichen demokratischen politischen Zusammenhängen – Parteien, Gewerkschaften, Vereinen oder Fraktionen – stellten sich am 3.11. Menschen auf der Riesaer Hauptstraße und am Mannheimer Platz der Hetzkampagne der NPD entgegen.
    Über 250 Menschen traten für Asylsuchende und ihr Recht ein, in Deutschland in Würde leben zu können. Es war die Bürgergesellschaft, die sich gegen Rassismus und Fremdenhass gestellt hat. Die Parolen der NPD-Redner von Überfremdung und Asylbetrug sind zu Recht in einem ohrenbetäubenden Lärm untergegangen.
    Allen Akteuren, die an der Vorbereitung mitgewirkt und allen Teilnehmern ist zu danken. Gewaltfreier, konsequenter Protest gegen die menschenfeindliche Politik der NPD ist ein deutliches Zeichen für alle Bürgerinnen und Bürger Mut zu fassen und selbst für Demokratie, Toleranz und das Recht auf Asyl einzutreten.
    V. Thomas

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