Donnerstag, 13. Oktober 2011

Kaffee Kuchen Politik - mit Kerstin Lauterbach



Am Montag trafen sich Interessierte zu Kaffee Kuchen Politik im Haus für Viele(s) in
Meißen. Als Gast konnten wir an diesem Nachmittag Kerstin Lauterbach, die
gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Landtag, begrüßen. Thema
der angeregten Diskussion war die Pflegesituation im Land.
Jeder der vielen Besucher konnte die Ausführungen von Kerstin Lauterbach
nachvollziehen, da er eigene Erfahrung in ihren Ausführungen wieder finden konnte.
Pflege hat immer weniger mit dem liebevollen Dienst am Menschen zu tun, als dass
vielmehr die unternehmerischen Aspekte in den Fokus rücken.
Die Ausführungen zu den Pflegesätzen und den Zeiten, die man am Patienten
„verbringen“ darf, erzeugten ein allgemeines Kopfschütteln. Kann es sein, dass in einem
reichen Land, wie dem unseren, die menschlichen Zuwendungen nach Stoppuhr
berechnet werden müssen? Immerhin geht es hier um die Versorgung und Gewährung
von Teilhabe am Leben für Menschen, die viele Jahre gearbeitet haben, zur Entwicklung
im Land beigetragen haben und nunmehr auf Hilfe angewiesen sind.
Es geht aber auch um die Menschen, die die Hilfe leisten. Ob es nun die MitarbeiterInnen
in den Pflegeeinrichtungen sind oder die Angehörigen. Hier wird eine Leistung erbracht,
die neben einer angemessenen Bezahlung auch unserer vollen Respekt und Anerkennung
verdient.
Menschenwürdige Betreuung und Teilhabe sowie Arbeitsbedingungen müssen an erste
Stelle bei der Pflege stehen, darüber waren sich alle einig.

Kommentare:

  1. Hat die Linke in Riesa einen Werbevertrag mit einer Kaffee-Rösterei abgeschlossen oder mit einer Konditorei? Da werden ja Mengen an Kaffee und Kuchen umgesetzt!

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  2. Dazu ein Tucholsky-Zitat: Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem 1. August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas –: vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.
    / Peter Panter
    Die Weltbühne, 19.07.1932, Nr. 29, S. 98.

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